Stadtteilgeschichte Elisabeth-Vorstadt
Ein Projekt zum Mitforschen.

Die Salzburger Elisabeth-Vorstadt ist ein Stadtteil mit einer besonderen Geschichte: In den 1880er Jahren als Villenvorort in der Nähe des Hauptbahnhofs geplant – in den 1920er Jahren ein Schwerpunkt des kommunalen Wohnungsbaus in Salzburg – nach dem zweiten Weltkrieg Stützpunkt der US Armee und Vergnügungsviertel – in den letzten Jahrzehnten ein kultureller Hotspot, geprägt durch Zuwanderung. Die Geschichte der Elisabeth-Vorstadt ist widersprüchlich und komplex, vielleicht mehr als die Geschichte anderer Stadtteile.
In diesem Projekt erforschen Wissenschaftler*innen und Bürger*innen gemeinsam die Geschichte der Elisabeth-Vorstadt. Wir möchten eine Stadtteilgeschichte schreiben, die über „einfache“ Erklärungen hinausgeht. Aber woher kommen die Fragen, die über „einfache“ Antworten hinausgehen? Sie entstehen im Dialog zwischen den Bürger*innen, die an der Geschichte ihres Stadtteils interessiert sind, und den Wissenschaftler*innen, die diese Geschichte erforschen wollen. Dieser Dialog kann helfen, Bekanntes neu zu betrachten. Idealerweise lernen alle Beteiligten, sowohl Bürger*innen als auch die Wissenschaftler*innen dazu – über bisher unbekannte Zusammenhänge oder Perspektiven auf die Geschichte.
Am Elisabethkai, gegenüber dem Heizkraftwerk Mitte, erinnert heute eine Tafel mit einem Gedicht Georg Trakls an den Salzburger Schlachthof und den angrenzenden Viehmarkt, der von 1874 bis 1968 im Bereich des Gebirgsjägerplatzes bestand. In dem Gedicht „Vorstadt im Föhn“ beschrieb der Dichter den Schlachthof als abstoßenden Ort: „Am Kehricht pfeift verliebt ein Rattenchor.In Körben tragen […]