Stadtteilgeschichte Elisabeth-Vorstadt
Ein Projekt zum Mitforschen.

Die Salzburger Elisabeth-Vorstadt ist ein Stadtteil mit einer besonderen Geschichte: In den 1880er Jahren als Villenvorort in der Nähe des Hauptbahnhofs geplant – in den 1920er Jahren ein Schwerpunkt des kommunalen Wohnungsbaus in Salzburg – nach dem zweiten Weltkrieg Stützpunkt der US Armee und Vergnügungsviertel – in den letzten Jahrzehnten ein kultureller Hotspot, geprägt durch Zuwanderung. Die Geschichte der Elisabeth-Vorstadt ist widersprüchlich und komplex, vielleicht mehr als die Geschichte anderer Stadtteile.
In diesem Projekt erforschen Wissenschaftler*innen und Bürger*innen gemeinsam die Geschichte der Elisabeth-Vorstadt. Wir möchten eine Stadtteilgeschichte schreiben, die über „einfache“ Erklärungen hinausgeht. Aber woher kommen die Fragen, die über „einfache“ Antworten hinausgehen? Sie entstehen im Dialog zwischen den Bürger*innen, die an der Geschichte ihres Stadtteils interessiert sind, und den Wissenschaftler*innen, die diese Geschichte erforschen wollen. Dieser Dialog kann helfen, Bekanntes neu zu betrachten. Idealerweise lernen alle Beteiligten, sowohl Bürger*innen als auch die Wissenschaftler*innen dazu – über bisher unbekannte Zusammenhänge oder Perspektiven auf die Geschichte.
Die zwischen 1922 und 1927 entlang der Plain-, Lessing- und Franz-Neumeister Straße gebauten 13 Wohnhäuser sind ein eindrucksvolles Beispiel für den kommunalen Wohnungsbau der frühen 1920er Jahre in Salzburg. Die Wohnanlage auf der sogenannten “Hirschenwirtswiese” steht als eines der ersten städtischen Bauprojekte exemplarisch für eine aktive Reaktion des Gemeinderats auf die enorme Wohnungsnot in der […]